Kritiken zum neuen Album "Duft.".

"Hübsche Rocksongs mit der Melancholie früher Tocotronic, sportfreundlicher Gruppendynamik und Madsen-Refrains."
Visions (07/2007)

"Felix Culpa spielen ziemlich gekonnt Punk und Emo beeinflussten Indie-Rock. Durchaus erfrischende Abwechslung."
Slamzine (Juli/August - 2007)

"Felix Culpa fackelt seine Energie ohne große Unterbrechungen und vor allem mit durchgetretenem Gaspedal ab."
Melodie & Rhythmus (07/2007)

"Kraftvoller Wave, brodelnde Dynamik und Punk mit Hemdkragen. Ein Paukenschlag!"
Westzeit (05/2007)

"Die Vier machen ungeschonte Rockmusik und erinnern dabei zuweilen an Bands wie Madsen oder Bosse."
Bremer (06/2007)

"Zehn Rocksongs mit Gefühl interpretiert und Kanten an den richtigen Stellen. Die vier Herren sind weiterhin unangepasst und spielfreudig und machen das, wovon andere Bands nur reden: ihr Ding."
Ox (Juni/Juli-2007)

"Felix Culpa bedeutet coole Musik mit hohem Anspruch an die Lyrics und verträglichen zeitgemäßen Strömungen."
www.bright-eyes.de (Juni 2007) "Ein Album wie "Duft" hat es verdient, ganz groß aufzuspielen."
www.sellfish.de (Juni 2007)

Kritiken zum Album "Bitte nicht schon wieder vielleicht".

Felix Culpa sind vier Jungs aus dem Münsterland, die mit „Bitte nicht schon wieder vielleicht“ ihre mittlerweile fünfte Veröffentlichung seit dem Jahr 2000 vorlegen. Zehn Emo-Popsongs, die in Sachen Sound und Wortwitz etwas an die frühen Alben der Sportfreunde Stiller erinnern, haben Christian (Gesang, Gitarre), Jan (Gitarre), Jens (Bass) und Sebastian (Drums) im Frühjahr 2005 im Rub-A-Dub Tonstudio in Badbergen aufgenommen. Der Gesang ist mal melodisch („Sie sagte“), dann wieder herrlich nölig („Mitten im Leben“), die Songs haben durchweg eine gute Dynamik, variieren zwischen groovigen („Phänomenal“) und aggressiven Stücken („Irgendwie“, „Keine Macht für niemand“) und die Texte sind einigermaßen solide und recht plakativ. Das kann sich als Ganzes durchaus sehen bzw. hören lassen, auch wenn die Produktion stark nach einem Mitschnitt aus dem Proberaum klingt.
( Matthias Reichel/www.cdstarts.de)

Hier mal vier Jungs, die aus dem Norden kommen und einen düsteren und melancholischen Charakter haben. Nach ihren 3 DIY Ausgaben kommt hier nun ihr viertes Werk, was sich wirklich ausdrücken kann. Gute deutsche Rockmusik a la Tocotronic wird hier gebraten. Auf ihrer Scheibe 'Bitte nicht schon wieder vielleicht' findet man 10 Stücke, die so im Ganzen ganz gut anzuhören sind. Wer die Nirvana Ausgabe 'Nevermind' noch kennt, da hat man auch mal ein Stück ganz zum Schluss noch versteckt. Was diese Jungs mir unverständlicherweise auch kopiert haben. Nun denn, wirkt der Sänger ein bissel dünn bei manchen Einlagen, was aber nicht allzu schlimm ist. Alles in allen eine ganz gute Auswahl der Stücke! Nur hätte man sich etwas mehr Mühe mit dem Artwork geben können. Texte sind hier nicht zu finden und auf der Homepage unter Felix Culpa sucht man sich auch einen Wolf ab! Die Ausgabe habe ich mir jetzt 3x angehört und es reicht erstmal!
(Ram Tat Ta - Cologne Online Fanzine)

FELIX CULPA, die glückliche Schuld, ist eine junge deutsche Band, die nach einigen in Eigenregie veröffentlichten Scheiben nun mit "Bitte nicht schon wieder vielleicht" ihr erstes Album bei einem Verlag vorgelegt hat. Das Quartett spielt geradlinigen Rock mit deutschen Texten, der gelegentlich kleine Seitenwege in Richtung Pop und Punk beschreitet. Ein heikles Thema bei deutschsprachigen Bands ist immer die Stimme des Sängers. Die Frontstimme von FELIX CULPA geht in Ordnung. Gerade bei den härteren Nummern kommt sie ganz gut rüber, während bei einigen ruhigeren Liedern dann doch wieder dieses wehleidig-trotzige Genöle durchkommt, das seit den 90er Jahren unSELIGen Angedenkens bei deutschen Bands offenbar Vorschrift ist. "Bitte nicht schon wieder vielleicht" legt gleich einen guten Start hin. Nach einem stimmungsvollen Klavierintro rockt 'Uneinholbar' mächtig los. Hier liefert die Zwei-Gitarren-Band eine richtig tolle Vorstellung ab. Diese Qualität zeigt sich im Verlauf der Platte immer wieder ('Auf den Spuren von Robinson Crusoe', 'Mitten im Leben', 'Starkstrom'). Aber auch die poppigen Nummern sind nicht übel, wie 'Sie sagte', an dem nur der englische (warum eigentlich?) girliemäßige Hintergrundgesang nervt. 'Keine Macht für niemand', das die dümmlichen Parolen von Rio Reiser und Konsorten zitiert, ist nur erträglich, wenn es als Parodie gemeint war. (Es war doch so gemeint, oder?) In der zweiten Hälfte gibt es wieder einige ordentliche Rocker wie 'Irgendwie' oder 'Phänomenal', an dem vor allem die Bassarbeit gefällt. Doch dann folgt mit 'Die fetten Jahre sind vorüber' noch die unvermeidliche Jammer-Klampfen-Ballade, bevor die Scheibe mit 'Starkstrom' wieder heftiger endet. Endet? Nein, nach einer mehrminütigen Stille wird noch ein Stück ohne Namen nachgelegt. (Meine Güte, sind derlei Witzchen nicht schon vor zehn Jahren wegen inflationären Gebrauchs und daraus folgender massiver Unlustigkeit verboten worden?) Aber dieses spannungs- und stimmungsvolle Lied, das möglicherweise 'Lass mich gehen' heißt, ist richtig gut; man hätte es nicht verstecken müssen. Insgesamt überzeugen FELIX CULPA in den gelungenen Stücken mit netten Melodien und einem energischen Gruppensound. Große Arrangements und Gitarrensoli sind eher spärlich gesät. "Bitte nicht schon wieder vielleicht" ist keine musikalische Offenbarung, aber ein solides Album geworden. Anspieltipps: Uneinholbar, Auf den Spuren von Robinson Crusoe,
(Ohne Titel)Stefan Kayser [08.01.2006]

Deutsche Rockmusik ist Hip und dies ist in den meisten Fällen auch gar nicht schlecht. Bands die über viele Jahre hinweg den Untergrund unsicher machten, erspielten sich in dieser Zeit eine achtbare Fanbasis, die durch den verdienten kommerziellen Erfolg erweitert wurde. Vor allem auf KETTCAR und MUFF POTTER traf dies in diesem Jahr zu. Doch auch SCHROTTGRENZE konnten mit ihrem letzten Album schon mal auf den hiesigen Musiksendern auftauchen und mit genau dieser Band hat FELIX CULPA aus dem Münsterland nicht so wenig gemein. Melodischer Rock mit melancholischer Note, dazu Texte die weitgehend passen, manchmal aber auch eher nicht. Allerdings wird es immer schwieriger mit deutschen Texten zu punkten, da immer mehr Bands sich wieder an ihrer Heimatsprache versuchen und dort jedes kleine Haar in der Suppe zwangsläufig gefunden wird. „Bitte nicht schon wieder vielleicht“ ist die bereits fünfte Veröffentlichung des Quartetts aus dem Münsterland, von einem Schnellschuss kann also hier nicht gesprochen werden, wenn die Produktion auch teilweise etwas druckvoller sein könnte. Die Songs sind weitgehend äußerst eingängig und rockig, ruhigere Passagen gibt es natürlich auch, doch auf zu viele ruhige Momente wird glücklicherweise verzichtet. Bei „Sie sagte“ gibt es zudem weibliche Unterstützung, „Auf den Spuren von Robinson Crusoe“ könnte ein kleiner Hit werden und Rio Reiser bzw. den TON STEINE SCHERBEN wird in sympathischer Art und Weise bei „Keine Macht für Niemand“ Tribut gezollt. FELIX CULPA ist ein nettes Album gelungen, an dem es sicherlich noch das ein oder andere zu verbessern gilt, die Grundvoraussetzungen aber definitiv erfüllt sind und einige Stücke wirklich gut zu hören sind.
(www.handlemedown.de)

Felix Culpa aus dem Oldenburger Münsterland, aka tiefste Provinz, hatten besseres zu tun als sich der spießigen Einöde ihrer Heimat hinzugeben und wählten stattdessen Ausweg aus eben dieser. Dabei sind bisher schon drei „do it yourself“ Alben herausgekommen, die nun, unterstützt von Capitol East um die Nummer Vier erweitert wurden. Musikalisch würde ich die Songs auf „Bitte Nicht Schon Wieder Vielleicht“ als solide, deutschsprachige Rockmusik bezeichnen, die mich von der Intonation her des Öfteren an Tocotronic erinnerte. Insgesamt scheinen Felix Culpa die tieferen Tonlagen zu bevorzugen, was ihrer Musik einen etwas düsteren und melancholischen Charakter verleiht. Die Tatsache, dass ich mit diesem Werk nicht allzu viel anfangen kann, schreibe ich meinem musikalischen Geschmack zu und werfe sie ich nicht der Band vor, die allemal beweist, dass sie musikalisch sehr kompetent ist und auch ein Gespür für Melodien besitzt. Persönlich ist mir das halt etwas zu seicht und geht nicht genug nach Vorne.
(Konstantin | Allschooln Network 8.12.2005)

Erstmal zur Band: Hinter Felix Culpa verbergen sich vier Jungs, die allesamt im Oldenburger Münsterland beheimatet sind. „Bitte nicht schon wieder vielleicht“ stellt bereits ihr viertes Album dar, das erste jedoch welches nicht in Eigenregie veröffentlicht wird. Das kleine Label Capitol East Records nahm Felix Culpa unter seine Fittiche, um die Band vielleicht etwas weiter voran zu bringen. Verdient hätten es die Norddeutschen schon, erinnert ihr Stil doch vom ersten Eindruck her gleich an die wunderbaren Sportfreunde Stiller von der anderen, also der südlichen Seite der Republik. Nicht zuletzt weil Felix Culpa mit deutschen Texten arbeiten, die, wie soll es anders sein, teils die zwischenmenschlichen Beziehungsprobleme beleuchten, teils in philosophischen Gedankengängen schwelgen. Gewürzt werden diese mit heruntergestimmten Gitarren und fettem Bass, kurz ein klischeefreier und unverkrampfter Sound, der bei mehrmaligem Durchhören durchaus Gefallen findet, auch wenn an der Produktion noch die eine oder andere Kante weggefeilt werden könnte. So bleibt das Werk aber betont independent, Songs wie „Keine Macht für niemand kommt fett und energiegeladen aus den Lautsprechern gekrochen, um gleich vom punkig angehauchten „Irgendwie“ überrannt zu werden. „Bitte nicht schon wieder vielleicht“ ist ein Deutschrockalbum mit unverkennbarer Indie-Patina – aber auch mit dem gewissen etwas. Ehrliche Musik eben.
(Uwe Wollein | MISC - selfish.de Beifang 12/05 )

Mal wieder eine Band, die es zwar schon seit Jahren gibt und die mehrere (Eigen-) Veröffentlichungen vorweisen kann, die mir aber bisher nie zu Ohren gekommen sind. FELIX CULPA aus dem Münsterland legen hier ein Album vor, das, ich kann es vorweg nehmen, mich sehr positiv überrascht hat. Nach einem kurzen Intro geht es bei „Uneinholbar“ gleich richtig druckvoll los, fette Gitarren und ein schön scheppriges Schlagzeug (das mir auch in anderen Stücken gefällt) und dazu eine ordentliche Portion Hymnencharakter. Ruhiger geht es dann mit „Sie sagte“ weiter, akustischer Beginn, dann mittelschneller Alternative-Rock, bei dem auch eine Dame im Refrain mitsingt, die leider bei der englischen Aussprache nicht ganz meisterlich erscheint. Der restliche Text ist deutsch und zeigt leider, dass sich unsere Sprache für diese Art von Alternative-Rock nicht besonders eignet, sondern eher leierig erscheint. Das Problem zieht sich durch das ganze Album, vor allem eben bei den mittelschnellen Liedern.